Auf Entdeckungstour im Frankenland
Gästekreistreffen im Romantik Hotel MESSERSCHMITT vom 16. – 20. Oktober 2019 in Bamberg

Auf Einladung von unserem Schirmherrenehepaar Ursula und Reinhard Kurtz trafen sich 14 erwartungsvolle Romantiker im Romantikhotel „Weinhaus Messerschmitt“ in Bamberg. Das Haus ist übrigens das Elternhaus des Flugzeugpioniers Willy Messerschmitt.

Den Begrüßungsaperitif nahmen wir im Weinkeller ein, wo die Hotelchefin, Frau Medenwald, und der Restaurantchef, Herr Mager, uns aufs herzlichste begrüßten. Mit einer sehr launigen Rede wurde uns die Geschichte des Hotels geschildert.

Diesmal waren vier Tage für unser Treffen vorgesehen, und es stand ein (nicht nur) Kulturprogramm auf dem Plan. Mit dem Bus fuhren wir in die „Fränkische Schweiz“, eine sehr bewaldete Landschaft, welche uns den goldenen Herbst in allen Schattierungen darbot. Ein überwiegend ländliches Gebiet mit kleinen verstreuten Ortschaften. Und in fast jeder Ortschaft eine Brauerei. Wie wir von unserer Reiseleiterin, Frau Dr. Skantze, erfuhren, ist Oberfranken ein ausgesprochenes Biergebiet mit der höchsten Anzahl von Brauereien weltweit. (Alleine Bamberg zählt 13 Brauereien) Auch die Dichte von Metzgereien und Bäckereien ist europaverdächtig. Daher spricht man auch von Oberfranken als Genussland.

Gegen Mittag erreichten wir die „Edelbrennerei Haas“ in Pretzfeld. Eine sehr interessante Einführung in die hohe Kunst der Destillation  gab uns der Chef des Hauses. Nach so viel Theorie ging es zur Verkostung von einigen Leckereien, begleitet von zwei deftigen Würstchen auf Sauerkraut, was unsere ohnehin gute Stimmung noch ein wenig anheizte. Mit folgendem Spruch wurden wir verabschiedet:

So lang ich lauf und steh,

tut mir mein Kreuze weh.

Sobald ich sitz und sauf,

hören die Schmerzen auf.

 

Wie es dann kommen musste, herrschte auf der Rückfahrt im Bus schläfrige Stille. Zum Abendessen trafen sich die Romantiker wieder in bekannter Lebhaftigkeit mit gemütlichem Ausklang in der Bar.

Die großen deutschen Baumeister des Barock stammten aus Franken, und so war unser Ziel am nächsten Tag das „Obere Maintal“, wo wir zunächst die ehemalige Benediktinerabtei „Kloster Banz“ besuchten. Hoch über dem Tal thront diese monumentale Anlage und ist weit sichtbar. Das Kloster war um 1070 eine Stiftung einer Schweinfurter Familie und galt etwa 800 Jahre den Mönchen als Heim- und Wirkstätte. Um 1700 erbauten die Brüder Dientzenhofer eine barocke Anlage mit Klosterkirche. Nach der Säkularisation erlebte die Stätte eine wechselvolle Geschichte (Sommerresidenz, Lazarett, Altenheim…) Heute befindet sich eine Erwachsenenbildungsstätte der Hanns-Seidel-Stiftung nebst Übernachtungs-möglichkeiten und großen modern ausgestatteten Seminarräumen im ehemaligen Kloster. Einen umfassenden Einblick in Geschichte und Gegenwart gab uns der Leiter der Bildungsstätte, Herr Michael Möslein.

Luftlinie fast gegenüber liegt die Wallfahrtskirche „Vierzehnheiligen“, erbaut von Balthasar Neumann. Eine lichtdurchflutete reich ausgestattete Barockkirche, deren Gründung auf eine Vision von 1445 zurückgeht. Zisterzienser ließen dort eine Kirche errichten, die viele Pilger von Nah und Fern besuchten. Anfang des 16. Jahrhunderts setzten aufständische Bauern die Kirche in Brand. 1743 begann der Neubau  in heutiger Größe und sollte fast 30 Jahre dauern.

Leider im Regen machten wir uns am nächsten Tag zur Stadtführung nebst Dom mit Frau Dr. Skantze auf den Weg. Die gesamte mittelalterliche Altstadt ist UNESCO-Welterbe. Im 2. Weltkrieg wurden nur ca. 5% der Stadt zerstört, so dass uns diese malerischen Gassen mit der vielfältigen Architektur erhalten blieben. Die Stadt befindet sich – wie Rom - auf 7 Hügeln und wird durch das Flüsschen Regnitz in drei Stadtteile geteilt. Lust auf Shopping machen die zahlreichen kleinen Einzelhandelsgeschäfte. Und mit knurrendem Magen muss man sich bei der Vielzahl von Restaurants und Brauereien auch nicht befassen.

Der Dom auf dem Domberg liegt majestätisch über der Stadt. Er zeigt den Übergang von der spätromanischen zur frühgotischen Architektur und hat gewaltige Ausmaße. Die Gründung des Doms geht auf eine Stiftung des Kaisers Heinrich II. zurück, der neben seiner Gemahlin, Kaiserin Kunigunde in einem Hochgrab von Tilman Riemenschneider ruht. Die wohl bekannteste Figur im Innern des Doms ist  der „Bamberger Reiter“. Noch heute wird gerätselt, wer der Reiter ist. Es gibt etliche Versionen, aber alle sind nicht restlos schlüssig.

Ein ganz besonderes Highlight, dafür haben sich unsere Schirmherren und Herr Mager sehr eingesetzt, war am letzten Abend ein Konzert mit den Bamberger Symphonikern mit Werken von Beethoven, Bruch und Dvorak. Ein Hörgenuss mit dem drittbesten deutschen Orchester, wie man uns sagte.

Auch das Gesellige und vor allem Gastliche im Hotel muss besonders erwähnt werden. Herr Mager schaute immer mal wieder vorbei, um sich auf seine nette Art nach unserem Wohlergehen zu erkundigen. Bei diesen köstlichen Gaumenfreuden, die uns serviert wurden, konnten wir den „Geistern“ in Küche und Haus nur unser großes Lob aussprechen.

So endete ein wunderschönes Treffen mit beeindruckenden Erlebnissen. Ursula und Reinhard Kurtz haben mit ihrer Schirmherrschaft, unterstützt von Herrn Mager, eine wunderbare Reise ins Frankenland begleitet. Vielen Dank!

Heidemarie Driewer, Essen   (Text)

Reinhard Kurtz, Osthofen   (Fotos)

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