Frühling mit typischen Aprilwetter im Upland
41. Mitgliederversammlung des Gästekreises im Romantik Hotel Stryckhaus vom 12. bis - 15. April 2018 in Willingen

Wenn Willingen genannt wird, taucht schnell in den Assoziationen der »Sauerlandstern« auf. Dieses große Hotel mit über 500 Zimmern, 36 Tagungsräumen hat sich in den 1970 und 80er Jahren den Ruf des Ballermanns in Deutschland erworben und hat nun Mühe, von diesem Image wegzukommen. Aber Willingen bietet mehr als das. Seit 1932 Luftkurort, seit 1957 Heilklimatischer Kurort, 1969 Ernennung zum Kneipp-Kurort und 1979 zum Kneippheilbad. Die Gemeinde mit seinen schiefergedeckten Fachwerkhäusern, Fichtenwäldern und sanften Hügeln hat eben mehr zu bieten als Rummel – und das konnten die angereisten Romantiker zu Fuß, mit dem Bus und mit Planwagen erlaufen und erfahren. 

Begrüßt wurden die Romantikgäste am ersten Abend von dem Hoteldirektor Andre Turba und von unserem Präsidenten Dr. Klaus Groß. Treffpunkt war das »Stryckbärchen«, die kleine Bar im alten Teil der Hotelanlage. Herr Turba berichtete von den Umstrukturierungen im Hause, die durch den Verkauf seitens der Familie Höhle an die Firmengruppe Göbels notwendig geworden sind. Romantiker werden immer sehr aufmerksam, wenn ein familiengeführtes Hotel, so wie sie es sich wünschen, »umgewandelt« wird. Der Hoteldirektor und an den folgenden Tagen auch Inhaber der Firmengruppe, Herr Göbel, verdeutlichten aber ihren Willen, das Haus bei allen notwendigen Veränderungen, in der bisher bewährten Tradition weiterzuführen. 

Nach dem regionalen Abendessen mit 3-Gängen nahmen etliche Romantiker die Gelegenheit wahr, in der neu gestalteten »Barlandschaft« zu verweilen. Offensichtlich hatte man sich einiges zu berichten, denn dieses Treffen war ja der Auftakt für das Jahr 2018, und man hatte sich in der Winterpause nicht oft gesehen. 

Wenn der erste Nachmittag noch zu Kaffee und Kuchen auf die Terrasse einlud, dann meinte es Petrus am nächsten Tag nicht so gut mit dem Kreis der Romantiker. Nicht alle konnten sich dazu durchringen, eines der Willinger Wahrzeichen zu besichtigen: Die Mühlenkopfschanze. Die Standseilbahn für Berg- und Talfahrten ist bei Wanderern, Langläufern und Besuchern der Schanze sehr beliebt, denn man spart sich so einen Teil des steilen Aufstiegs. Mit dem Glasaufzug ging es danach weiter hinauf zum Schanzenturm, wo sich die besten Skispringer der Welt Jahr für Jahr zum Absprung bereit machen. Mühelos ließ sich so der Höhenunterschied zwischen Auslauf und Anlaufturm von gut 120 Metern bewältigen. Der Blick vom "Adlerhorst" über die Anlaufspur der größten Großschanze der Welt hinunter ins Strycktal ist atemberaubend. Leider war unsere Sicht durch Dunst und Regen etwas eingeschränkt

Zum Ausgleich und zur Ermunterung kam danach der Imbiss in der Stryckhaus »Wirtsstube« gerade richtig. 

Leider blieb das kalte Regenwetter auch über den Nachmittag den Romantikern treu. Die Planwagenfahrt zur Stolberghütte muss bei Sonne fantastisch sein. Für uns war der Horizont dunstig, und wir nutzten alle Möglichkeiten um der Kälte zu trotzen. Aber wie heißt es: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur nicht angemessene Bekleidung.“ In der Stolberghütte haben sich die Teilnehmer dann wieder erholen können. (Man beachte: Einige genossen den sehr empfehlenswerten Kuchen nicht mit Kaffee sondern mit Rum Grog!!) 

Während des Abendessens in der »alten Wirtsstube« gab ein Willinger Bürger in Sauerländertracht humorige Informationen zu Willingen und zum Upland. Spätestens hier und auch nachfolgend an der Bar, waren keine Folgeerscheinungen des Regenwetters mehr zu verspüren. 

Traditionsgemäß konnte am Samstag, nach der Mitgliederversammlung, bei beständigem Wetter der »Erinnerungsbaum« gepflanzt werden. Platz war durch die Umgestaltung des Außengeländes geschaffen worden. Viele alte Bäume mussten gefällt werden, da sie aufgrund ihres Alters drohten umzustürzen. Unter Beifall der Romantiker legten der Hotelbesitzer Gert Göbel und der Präsident des Gästekreises, Dr. Klaus Groß, selbst Hand an Spaten und Erde, um eine Kirsche zu pflanzen. Beide wiesen die Zusehenden daraufhin, doch regelmäßig an diesen Ort zu kommen, um das Wachsen und Gedeihen des Lindenbaumes zu verfolgen (und um die sorgsame Pflege des Gewächses durch das Personal des Hotels zu kontrollieren).

Wenn auch die meisten Anwesenden sich nicht stärken mussten, außer den beiden Pflanzakteuren, gab es für alle einen reichhaltigen und wohl schmeckenden Mittagsimbiss. 

Am Nachmittag hatten die Romantiker die Möglichkeit, das Curioseum im nahegelegenen Usseln zu besuchen. In einer großen Halle ein Sammelsurium an zum Teil skurilen Kuriositäten, wie die weltweit einzige fahrbare Guillotine, Goggomobile, eine alte Schusterwerkstatt, Traktoren und Ackerschlepper, und und und...

Romantiker die an diesem Besuch nicht teilnahmen genossen das wunderschöne Frühlingswetter bei Spaziergängen entlang des Baches oder durch den Wald. Anschließend traf man sich auf der Hotelterrasse, je nach Bedarf, bei Eis, Kuchen und sonstigen Genüssen. 

Am Abend dann gemäß guter Gewohnheit, Tradition und allseits bei Romantikern anerkanntem Brauch: Der Gala-Abend! Romantikerinnen und Romantiker hatten sich schick gekleidet, der Raum war dem Anlass gebührend hergerichtet und das Essen war vorzüglich. Musikalisch begleitet durch einen jungen Pianisten, dem es gelang, dezent im Hintergrund zu spielen. So konnte sich die Gesellschaft problemlos unterhalten. (Allerdings konnte einem der Künstler fast leidtun – er mühte sich virtuos und kaum jemand hörte zu). 

Zwischendurch richteten die Ehrengäste, Herr Gert Göbel als Inhaber, Herr Miro Gronau als Tourismus Manager der Gemeinde Willingen und Herr Thomas Edelkamp von der Romantik AG in Frankfurt anerkennende und auch interessante Worte an den Gästekreis. Der schon oft strapazierte Vergleich: Der Romantik-Gästekreis ist der Fan Club der Romantik Hotels, kam wieder mal gut an.

Von starkem Applaus unterstützt, sprach der Präsident des Gästekreises, Dr. Klaus Groß, der »weißen und schwarzen Brigade« den Dank der Anwesenden aus und überreichte den Tipp der jüngsten anwesenden Mitarbeiterin. Der mit dem Emblem des Gästekreises verzierte Glas-Krug wurde traditionsgemäß der Hoteldirektion überreicht. 

Frank Czerwinski, Unna
Wilhelm Heidemann, Wesel
 
 
FOTOS:
Reinhard Kurtz, Osthofen 
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