Liebenswerte Mainschleife
Gästekreistreffen im Romantik Hotel und VDP Weingut Zur Schwane in Volkach vom 6. bis 9. Oktober 2016

Herbst in einer Weinlandschaft – und wenn dann das Wetter mitspielt!? Was will man mehr?

Ein kleiner Kreis von 16 Gästen fand sich in dem schönen Volkach ein. Vier der Gäste wollten schnuppern und so mochten die 12 Gästekreismitglieder sich von der besten Seite zeigen, um den „Neuen“ den Weg in den ROMANTIK Gästekreis schmackhaft zu machen. 

Im Hof des Hotels, wo sonst einige Parklätze den Autos Platz bieten, befanden sich gemäß der Weinlesezeit allerhand Gerätschaften, die den Saft aus den Trauben beförderten. Draußen, aber auch im Haus machte sich ein für diese Arbeit typischer Duft breit, der den Auftakt der Veranstaltung vorbereitete: Weinprobe im 600 Jahre alten Weinkeller, der sich unter dem gesamten Anwesen und auch darüber hinaus erstreckte. Die Schirmherrin und der Schirmherr, Dr. Ingrid und Bernfried Wieland, sowie der Gastgeber, der Hotelier Herr Ralph Düker, begrüßte die Romantiker in der Vinothek des Hauses, um uns sogleich in den Weinkeller zu führen. Während des Umhergehens und staunendem Schauen erklärte Herr Düker vieles Interessante zum Thema Wein und stellte vor allem die Qualität des heutigen Anbauens nach ökologischen Gesichtspunkten in den Vordergrund. Immer wieder gab es einen Schluck zum Probieren, damit die Lust auf mehr wachsen konnte. 

Anschließend gab es in der romantischen Frankenstube ein Fränkisches Bratwurstessen mit Sauerkraut. Zuvor wurde der fränkische Klassiker „Blaue Zipfel in Zwiebelsud“ mit Brot serviert. Es ergaben sich gleich am ersten Abend gute Romantiker Gespräche zwischen denen, die sich kannten und denen, die zum ersten Mal an einem Gästekreistreffen teilnahmen. 

Am zweiten Tag überquerten die Romantiker mit dem Bus den Main und waren sofort am Ziel. In Astheim erhebt sich der Bau des ehemaligen Kartäuserklosters aus dem 15. Jahrhundert. Das hier eingerichtete Museum zeigt in über 600 Kunstwerken die Geschichte des christlichen Glaubens und des religiösen Bildgebrauchs. Die Museumsführerin brachte an sehr anschaulichen Beispielen die Bedeutung der Bilder für das Verständnis des christlichen Glaubens in der Zeit, in der in den Kirchen Latein gesprochen wurde und halt nicht jeder das Wort Gottes so aufnehmen konnte.

Die weitere Rundfahrt führte uns durch die Mainschleife zur Aussichtsplattform „terroir f“ (Der Name der magischen Orte im Weinland Franken), welcher einen beeindruckenden Blick auf die Ortschaften Volkach, Escherndorf und Nordheim und den Main in seinen Windungen bot. Wenige hundert Meter wurde ein kurzer Halt auf der Vogelsburg eingelegt, wo man wiederum den Blick schweifen lassen konnten. Hier entstand in den letzten Jahren ein modernes Hotel mit Restaurant, welches einen architektonischen Kontrapunkt zu der Kirche Mariä Schutz“ setzt.

Zurück nach Volkach ging es den kurzen Weg hinauf zur beeindruckenden Wallfahrtskirche „Maria im Weingarten“. Unterwegs wurde immer mal wieder von den nicht geernteten Trauben gekostet. Die Fremdenführerin, die uns den ganzen Tag begleitete, erklärte, dass dieses erlaubt sei: „stupfeln“ ist gestattet und straffrei möglich. In der Wallfahrtskirche brachte sie die Geschichte dieser eidruckvollen Kirche sehr nahe. Spannend: der Diebstahl im Jahre 1962 und der Einsatz des damalig en Chefredakteurs und Herausgeber des Sterns Henri Nannen, um die „Madonna im Rosenkranz“ von Tilmann Rosenkranz zurückzubekommen.

Unterwegs, mitten in den Weinbergen erwartete die Romantiker ein mit weißer Decke versehener Tisch in einer Schutzhütte, mit ab und zu mal Sonne, Brot, Käse, Wurst und natürlich Frankenwein.

Nach weiteren zwei Stationen, zum einen nach Gailbach zur Dreifaltigkeitskirche mit dem beeindruckenden Altarbild, dann zur Konstitutionssäule. Insbesondere hier konnte der Schirmherr Bernfried Wieland mit seinen profunden Kenntnissen und seinem reichen Wissen auf Besonderheiten hinweisen. Bezüge zur gegenwärtigen politischen Situation fehlten nicht wenn er darauf hinwies, dass unsere Vorfahren für die Freiheit haben kämpfen müssen und auch ihr Leben geopfert haben. Dieses Gut dürfe heute nicht leichtfertig aufgegeben werden.

Entgegen des gewohnten Ablaufes bei Gästekreistreffen gab es am zweiten Abend schon das festliche 5-Gang Gala Romantik Menü. Der Raum war auf das Trefflichste herbstlich hergerichtet und trug neben den erlesen Speisen zur Wohlfühlatmosphäre bei. 

Am Samstagvormittag besuchten wir die nicht weit von Volkach entfernte Abtei Münsterschwarzach, ein Kloster der Missionsbenediktiner. Ein Videovortrag mit anschließenden Erläuterungen eines Bruders der Ordensgemeinschaft gaben informative Einblicke in das Leben der Ordensgemeinschaft. Der wohl bekannteste Mönch dieses Klosters, Pater Anselm Grün, nahm mit allen anderen im Kloster anwesenden Mönchen an dem Mittagsgebet um 12.00 teil. Dieses Gebet, auch Mittagshore genannt, ist fester Bestandteil des nach den Regeln des Hl. Benedikt geprägten Tagesablaufes.

Nicht weit war es bis nach Sommerach auf der Weininsel. Dort speisten die Romantiker vorzüglich zum Mittag im Gasthof „Schwan“.

Die sehr freundliche und kompetente Fremdenführerin bot als letzten Programmpunkt noch eine kurze Stadtführung durch Volkach an. 

Für den Abend war das Degustationsmenü „für alle Sinne“ mit acht korrespondierenden Weinen disponiert. Frau Eva Pfaff-Düker, die Gastgeberin, die als weithin bekannte Önologin gilt, gewährte den uns  eine gute Gelegenheit, neue Weine kennenzulernen um sofort zu erfahren, welche Speisen gut dazu passen. Die für ROMANTIK Gästekreistreffen obligatorische Form der Übergabe des Trinkgeldes als Dank an die weiße und schwarze Brigade und des vielfach verwendbaren Glasbehältnisses an die Gastgeber fand zum Ende des Menüs statt. Herzlich und mit viel Applaus wurde auch der Schirmherrin und dem Schirmherrn des Treffens für die vortreffliche Durchführung gedankt. 

Wilhelm Heidemann, Wesel

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