Willkommen im Jubiläumsjahr - Idyllischer Jahreswechsel im Erzgebirge
Gästekreistreffen im Romantik Hotel Jagdhaus Waldidyll in Hartenstein vom 29. Dezember 2016 bis 2. Januar 2017

Der Himmel ist strahlend blau, Raureif hat sich auf die Landschaft gelegt und acht gut gelaunte Gästekreis-Mitglieder sind der Einladung der beiden Schirmherren Ursula und Reinhard Kurtz nach Hartenstein in das Romantik Hotel Jagdhaus Waldidyll gefolgt, wo sie für uns mit einem bunten Programm den Jahreswechsel inmitten der Natur geplant hatten. Das traditionelle und romantische Ambiente, die Ursprünglichkeit des Erzgebirges spiegeln sich im Hotel wieder. Viele liebevoll arrangierte Details, individueller Service und eine ausgezeichnete Küche sollten unseren Aufenthalt zu einem besonderen Erlebnis werden lassen.

Nach der herzlichen Begrüßung durch die beiden Gastgeberinnen Hertha Sellmair und Andrea Kahl entführte uns Frau Kahl in den hauseigenen Weinkeller. Hier nutzten wir gleich die Gelegenheit, uns sinnliche Anregungen für die kommenden Tage zu holen. Wenn man schon in Sachsen weilt, muss man natürlich auch die hiesigen Weingüter - zumindest geschmacklich - erkunden. Mit dem Elbling aus Sachsens ältestem Weingut Schloss Proschwitz und dem Goldriesling aus dem Erlebnisweingut Schloss Wackerbarth, einer sächsischen Spezialität, die nur hier angebaut wird, taten sich ganz neue wundervolle Geschmacksrichtungen auf, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Nach einem gemütlich-entspannten Frühstück fuhren wir am nächsten Morgen zu der Drechslerei Siegfried Werning in den Nachbarort Zschocken. Schon auf der Anfahrt zum Hotel waren uns die vielen beleuchteten Schwibbögen in den Fenstern der Häuser aufgefallen. So konnten wir heute live vor Ort erfahren, wie diese und andere erzgebirgische Handarbeiten entstehen. In dem traditionellen Familienbetrieb, der schon seit 35 Jahren besteht, werden kleine Räuchermänner, Blumenkinder oder Osterhasen aus Naturholz in liebevoller Handarbeit gefertigt. Malerinnen geben anschließend mit Pinsel und Farbe den Figuren ihr charakteristisches Aussehen. Eine tolle Überraschung war das anschließende „Souvenir“, das wir von der Familie Werning überreicht bekamen: jeder Teilnehmer konnte einen Minischwibbogen, und somit ein Stückchen Erzgebirge mit nach Hause nehmen.

Abends im Hotel verwöhnte uns das Küchenteam nicht nur mit einem herzhaften Drei-Gang-Menü, es erwartete uns zwischen den Gängen auch noch eine musikalische Zeitreise mit der Sängerin Ellen Haddenhorst-Lusensky. Unter dem Motto „Ellen macht Wellen“ servierte sie uns beliebte Tonfilmschlager der 20er bis 40er Jahre, Evergreens der Swingära, Ohrwürmer aus Operetten und Salonmusik, als auch freche und frivole Chansons. Die dazu jeweils passende (Ver-)Kleidung stimmte uns auf die jeweilige Zeitepoche ein.

Der Silvestertag war für das Hotelpersonal mit allerhand Vorbereitungs- und Dekorationsarbeiten verbunden. Da stehen die Gäste naturgemäß meist im Wege herum. Die Seniorchefin Frau Sellmair, die auch gleichzeitig die Vorsitzende des Fördervereins der Schlossruine Hartenstein ist, entführte uns deshalb auf „ihre“ Burg und ließ uns im Rahmen einer kleinen Führung in die 800-jährige Geschichte eintauchen. Schloss Hartenstein ist eine der ältesten Schlossanlagen im Freistaat Sachsen. Urkundlich war die Grafschaft Hartenstein ein von dem Staufenkaiser Friedrich Barbarossa geschaffenes Herrschaftsgebiet, wurde im Laufe der Jahrhunderte ausgebaut und umgebaut und Ende des 2. Weltkrieges von amerikanischen Bomben fast vollständig zerstört. Seit 2002 bemüht sich der Förderverein um den Erhalt und teilweisen Wiederaufbau des Schlosses.

Dann brach der letzte Abend des Jahres 2016 an. Wie es sich für ein Romantik Hotel gebührt, genossen wir die letzten Stunden des alten Jahres bei einem feinen „Silvester-Gourmet-Menü“ mit Überraschungs-Dessertbuffet. Alle, die anschließend Bewegung brauchten, tanzten beschwingt und mit viel guter Laune unserem Jubiläumsjahr entgegen. Wussten Sie, dass das Romantik Hotel Waldidyll genau halb so lange Romantik Hotel ist, wie der Gästekreis besteht? Kurz vor Mitternacht holten wir dann unsere Mäntel und gingen auf die winterliche Terrasse hinaus, wo bereits ein großer Turm mit noch leeren Gläsern auf uns wartete. Zur Waldidyll-Tradition zählt die Champagner-Säbel-Zeremonie im nächtlichen Feuerschein, begleitet von einem riesigen Feuerwerk. Dass dieses so prächtig ausfiel, war vielleicht auch dem Jubiläumsjahr des Gästekreises geschuldet. Wie auch immer, herzlichen Dank für dieses einmalige Erlebnis an die Gastgeberinnen. Eine Küchenparty am Herd mit leckeren Snacks ließ uns dann spät (oder früh) gut gesättigt in die Betten fallen. Ach ja, und eine Tombola mit tollen Preisen gab es auch noch!

Am Neujahrstag war Ausschlafen angesagt. Wir verpassten auch nichts, denn den ausgiebigen Neujahrs-Brunch gab es erst um die Mittagszeit. So gestärkt, konnten wir einen der bedeutendsten Komponisten der Romantik, Robert Schumann (1810-1856), in seinem Geburtshaus in Zwickau besuchen, das heute als Museum seinen Lebensweg nachzeichnet. Historische Tasteninstrumente, auf denen Schumann und seine Frau Clara gespielt haben, runden die Ausstellung ab. Den Abschluss bildete das Neujahrskonzert mit Musikinstrumenten seiner Zeit, passend zum Lutherjahr mit dem Thema „Nun treiben wir den Bapst heraus“. (kein Druckfehler; Anm. d. Verfasser)

Gerade rechtzeitig zum Aperitif vor unserem Neujahrs-Menü waren wir wieder im Hotel zurück. Bei einem guten Becher weißen Glühwein spielten uns die Jagdhornbläser erzgebirgische Weisen im Scheine des Lagerfeuers. Zum Abschluss des Abends überreichte unsere Schirmherrin Ursula Kurtz unseren „guten Hotelgeistern“ trotz der geringen Personenzahl einen gut gefüllten „Romantik Topf“, verbunden mit dem besten Dank für den gelungenen Jahreswechsel. Und wir möchten uns bei der Familie Kurtz bedanken, die gemeinsam mit den Gastgeberinnen Sellmair & Kahl ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt haben, das aber auch noch genügend Freiraum für individuelle Erlebnisse gelassen hat.

Wer bis jetzt das Wörtchen „Schnee“ in dem Bericht vermisst hat, dessen Warten hat nun ein Ende. Rechtzeitig zum Kofferpacken und Autoverladen fing es an zu schneien. Wir sind jedoch alle wohlbehalten wieder zu Hause angekommen und freuen uns auf die nächsten Treffen.

Ursula und Heinz-Peter Gerber, Holle

 

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