Genuss im Märkgräflerland
Gästekreistreffen im Romantik Hotel Zur Sonne in Badenweiler vom 24. bis 27. November 2016.

Badenweiler im Markgräflerland – der Kurort liegt am südlichen Rand des Schwarzwaldes, so hieß es in der Einladung und weiter: Er bezaubert durch sein mediterranes Flair. Der Grund dafür ist einfach, durch die burgundische Pforte strömt milde Luft in den 240 m hoch gelegenen Kur- und Ferienort. Leider zeigte sich das mediterrane Klima nur wenig. Die ersten Tage waren nebelverhangen und kühl, und erst am Abreisetag kam zu der Kühle die Sonne, aber damit auch die Kälte. 

Die Begrüßung der 35 (!) Teilnehmerinnen und Teilnehmer fand sehr stimmungsvoll im Kaminzimmer statt. Frau Nora und Herr Michael Esposito als Hoteliers sowie die Schirmherren Dr. Klaus Groß und Reinhold Kessler fanden ansprechende Worte, die sich auf den beginnenden Advent, auf die Landschaft des Markgräflerlandes, auf hier angebauten Wein und auf die lange Geschichte des Hotels Zur Sonne bezogen. Aperitif und Flammkuchen schmeckten köstlich. Viele der anwesenden Romantiker waren sich bekannt und die, die sich nicht kannten, fanden recht schnell zu geselligen Gesprächen. Den kulinarischen Auftakt bildete ein regionales 3-Gang-Menü. 

Schon früh ging es am zweiten Tag in die nahegelegene „Faust Stadt“ Staufen. Eine Stadtführung der besonderen Art begann zunächst wie gewohnt. Eine Stadtführerin begrüßte die Romantiker und begleitete die Gruppe in eine außergewöhnliche Lederwerkstatt. Der Inhaber, ein Schweitzer, der lange mit einer mobilen Werkstatt durch Südfrankreich tourte, zeigte an ausgefallenen Exponaten seine Geschäftsidee in einem alten Lagerraum, der sich wirklich abhob von einem „normalen“ Ladenlokal. Bis auf wenige Ausnahmen waren alle Artikel Unikate, von ihm selbst gefertigt. Im zweiten Obergeschoss erahnte man eine zugezogene Bühne, sah die entsprechende Beleuchtung und während der noch andauernden Ausführungen des Geschäftsmannes ließ sich ein immer stärker werdendes Sprechen, eher ein sich wiederholendes Grummeln von Worten vernehmen und es tauchte auf der Schattenspielbühne eine Figur auf, die sich ganz langsam von der Bühne zu den Anwesenden bewegte: „Gestatten, Mephisto!“ Ausgeburt des Teufels, Geist des ehrenwerten Doktor Faustus, den man noch soeben greisenhaft daher spazieren sah.

In Windeseile wechselt der Schauspieler Rainer Mannich seine Rollen. Ist in der einen Sekunde Dr. Gebrechlich-Faustus und in der anderen Mister-Akrobat-Mephisto. Einfach den Hut umdrehen und das rote Innere des schwarzen Mantels nach außen stülpen. Der Teufel war schon immer ein Verwandlungskünstler. Im malerischen Innenhof eines alten Stadtpalais endete die Führung. Hier wurde die wohl berühmteste aller Faust-Szenen nachgespielt: „Mein schönes Fräulein, darf ich wagen, mein Arm und Geleit Ihr anzutragen?“ Fast jeder kennt diese Szene, kann sie auswendig daher sagen, den Rest besorgte Mephisto in seiner Rolle als teuflischer Einsager. Ein Spaß für die beiden zufällig ausgewählten Laienschauspieler aus der Gruppe und manch Romantiker war sichtlich froh, dass es nicht Auswahl nicht ihn getroffen hat.

Zum Mittag gab es nach einer kurzen aber sehr informativen Führung durch den Weinbetrieb Engler in Müllheim eine ausgezeichnete Winzer Vesper mit Weinprobe. Die Inhaberin, Frau Andrea Engler-Waibel erklärte ihre Weine, den Anbau und das Keltern und alles Drumherum auf sehr einfache und anschauliche Weise. Die Romantiker hörten gespannt zu und alle Fragen wurden fach- und sachkundig beantwortet. Die Fragen lassen auch den Rückschluss zu, dass viel Sachverstand zum Thema Wein bei den Romantikern vorhanden ist!

Am Abend steigerte sich die Menüfolge auf 4 Gänge, mit korrespondierenden Weinen von dem mittags besuchten Weingut Engler. 

Der Samstag war zunächst Freiburg, der Stadt im Breisgau vorbehalten. Der gecharterte Bus hielt in der Nähe des Freiburger Münsters. Nach wenigen Minuten konnten die Romantiker dem Orgelkonzert zur Marktzeit beiwohnen. Beeindruckend die kraftvolle und raumfüllende Akustik! Moderne Variante von weihnachtlicher Orgelmusik präsentierte Georg Koch, Bezirkskantor & erzbischöflicher Orgelinspektor aus Singen. Es war schon notwendig, aufmerksam zuzuhören, um bekannte Klänge herauszuhören. Die Zeit bis zur Abfahrt des Busses wurde ausgiebig zum Besuch des Weihnachtsmarktes und zum Bummel durch die Altstadtgassen genutzt. 

Der Vizepräsident des ROMANTIK Gästekreis, Bernfried Wieland, fand zu Beginn des Romantik 5 – Gang Menüs anerkennende Worte für die Schirmherren Dr. Klaus Groß und Reinhold Kessler, nicht ohne ausdrücklich zu erwähnen, welchen Anteil deren Ehefrauen zu dem gelungenen Gästekreistreffen beigetragen haben. Lang anhaltender Applaus ließ erkennen, dass die anwesenden Romantiker ebenfalls dieser Meinung waren.

Dank sprachen die Schirmherren auch dem Hotelierehepaar Esposito und der gesamten weißen und schwarzen Brigade des Romantik Hotels Zur Sonne aus. Die Übergabe des Trinkgeldes an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die des Sektkübels mit dem Romantiker-Embleme wurde vom starken Beifall begleitet.

Wilhelm Heidemann, Wesel

 

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